Bericht

Samstag 17.07.2010,

Da wir das Gepäck schon am Vortag verladen haben war die Besammlungszeremonie eine kurz Sache. Schon bald sassen wir im Zug ins Tessin. Nicht nur die Kirche von Wasen, auch der mindestens 15 km lange Stau am Gotthard erblicken wir mehrmals auf der Hinreise in den Süden. Nach einer 3-stündigen Fahrt erreichten wir kurz nach Mittag Locarno. Am Lago Maggiore machten wir dann Mittagspause, bevor wir unsere Reise fortsetzten. In einem ziemlich überfüllten Bus gelangten wir dicht gedrängt nach Ponte Brolla. Von dort ging es am rechten Flussufer zu Fuss weiter, der malerischen Maggia entlang, vorbei an einladenden Grottos. Der Fluss war gesäumt von vielen Badenden, welche sich am und im Fluss erfrischten. Uns kollerten die Schweissperlen von der Stirne, obwohl wir fast ausschliesslich im Wald wanderten. Das Wetter war richtig schwül. Umso erfrischender war es, als wir unterwegs eine Pause einlegten, welche auch zum Baden einlud. Der Himmel begann sich langsam zu bedecken und in der Ferne ertönte dumpfes Donnergrollen. Wir setzten unsere Wanderung fort, und meisterten auch die eine oder andere kurze aber heftige Steigung, weil der Weg aus topografischen Gründen nicht immer direkt neben der Maggia verlief. Kurz vor 17:00 Uhr erreichten wir dann unser Ziel, das Lagerhaus in Aurigeno, ein ehemaliges Pfarrhaus gleich neben der Kirche. Jetzt waren wir mit 39 Personen - Teilnehmer, Leiter und Küchenteam - komplett. Wir begannen uns einzurichten und die Umgebung zu erkunden, während dem die Küchenmannschaft dafür besorgt war, dass die Spaghettis al Dente waren. Zusammen mir drei verschiedenen Saucen genossen wir das Nachtessen draussen vor dem Haus unter freiem Himmel. Vorgängig gab es nur ein paar einzelne Tropfen welche vom Himmel fielen, das grosse Gewitter blieb bei uns aus. Nach dem Essen durften die einen ihren Ämtlis nachgehen während dem die anderen im „Pfarrgarten“ Ping Pong oder Volleyball spielten. Um 21:00 Uhr gab es noch ein kleines Dessert und dann neigte sich der erste Lagertag der Dämmerung entgegen.

Bericht und Fotos: Christoph von Däniken