Bericht

Donnerstag 21.07.2011, Ischalp / Lagerolympiade

Nebelbänke hingen teilweise noch an den Berghängen, doch die Morgensonne wärmte uns angenehm als wir um 9:00 Uhr das Lagerhaus verliessen. Unsere Wanderung, rsp. der „Morgenspaziergang“, führte uns auf die Ischalp, der Bahnzwischenstation zum Jakobshorn. Der Wanderweg startet gleich bei unserem Lagerhaus und führte uns leicht steigende aber stetig bis kurz vor Clavadel. Dort ging es weiter bis zur Alp Clavadel, wo wir die Höhe nach 400m Aufstieg bereits erreicht hatten. Wir machten dort eine Pause und genossen die bald letzten Sonnenstrahlen des Tages. Bis zur Ischalp (1932m) dauerte es nicht mehr lange und der Weg folgte mehr oder weniger immer auf gleicher Höhe. Am Etappenziel angekommen, nach rund 2 ½ Stunden, machten wir unsere Mittagsrast und erleichterten die Rucksäcke mit unseren Sandwiches. Etwa die Hälfte unserer Gruppe nahm die Gelegenheit wahr um mit der Gondelbahn noch ganz auf das Jakobshorn (2590m) zu fahren. Oben angekommen erblickten wir ein interessantes Rundumpanorama, wobei alle Berge über ca. 2500m schneebedeckt waren. Unser ursprünglich geplantes Ziel, das Schwarzhorn, war in der Ferne ebenfalls sichtbar jedoch teilweise mit Wolken verhüllt und machte mit seiner weissen Pracht dem Namen keine Ehre mehr. Die Bergstation war angeschrieben mit „Jakobshorn - 1000 Meter über Davos“ und genau diese 1000 Meter fuhren wir anschliessend mit der Bahn wieder ins Tal hinunter. Ein kurzer Fussmarsch zurück ins Lagerhaus, wo wir das Wandertenü gegen das Sporttenü austauschten und schon ging unser Programm weiter. Am Nachmittag stand der erste Teil der Lagerolympiade auf dem Programm. Vier Delegationen (Gruppen) aus vier verschiedenen Ländern traten nach dem Abspielen der Landeshymnen gegeneinander an in verschiedenen Disziplinen. Aufgrund der Gruppenzusammensetzungen hatten einige Länder dadurch einen Vorteil, dass ihre Athleten älter und physisch stattlicher waren. Aber auch Juryentscheide wurden öfters angefochten, genauso wie im richtigen Leben. Wer aber dem olympischen Gedanken folgte, dass Mitmachen vor dem Rang kommt, dem konnte all dies keine schlaflose Nacht bescheren. Die Anstrengungen des Tages (und der Vortage) wurden teilweise in den Gesichtern der Lagerteilnehmer sichtbar. Selbst mit einer anschliessenden erfrischenden Dusche konnte man dies nicht mehr ganz wegkaschieren. Es folgte schon bald das Nachtessen in Form einer feinen Lasagne und dann bestand noch einmal die Möglichkeit, Davos im Ausgang kennen zu lernen.

Bericht und Fotos: Christoph von Däniken