Bericht

Sonntag 17.07.2011, Wanderung Saaser Calanda

Da die Tagwache „etwas früher“ war als üblich verliessen wir bereits um 7:30 Uhr unser Lagerhaus, nachdem wir uns an der Sandwichbar eingedeckt und das Morgenessen mit eigenem frischen Zopf genossen hatten. Bis zum Bahnhof war es nur eine kurze Strecke und von dort brachte uns die RhB nach Klosters. In Klosters angekommen gab es eine weitere Einlaufstrecke bis zur Madrisabahn, mit der wir dann bequem bis zur Bergstation auf 1884m hochfuhren. Beim Anblick des Madrisaland hätten sich die meisten wohl dort verweilen können, doch unser Ziel lag noch etwas höher und entfernter. Ob wir das Rätschenhorn (2602m) überhaupt erreichen werden infolge der prognostizieren Wetteränderung war beim Start noch unklar. Mit dem "Plan B“ im Hinterkopf wanderten wir los und die Sonne schien immer wieder zwischen den Wolken durch. Zum Wandern war das Wetter auf jeden Fall sehr angenehm. Über die Määsplatte, vorbei an Geiss- und Bockhorn stiegen wir immer höher. Unterwegs wurde unser Aufstieg auch von Murmeltieren beobachtet. Das Spezielle an der Gegend war auch, dass das Gestein viel heller war als alles andere rundherum. Wie ein helles Band zog sich der Grat bin hinauf zum Rätschenhorn. Kurz vor dem Mittag machten wir unmittelbar unterhalb des Saaser Calandas (2556m) nochmals eine kleine Pause und berieten den „Plan B“. Den letzten Aufstieg zum Rätschenhorn nahmen wir dann nicht unter die Füsse. Die Wolken in der Ferne wurden dunkler und hingen bereits tiefer am Himmel. Das war der Zeitpunkt für die Umkehr. Zwischendurch gab es einzelne, jedoch kaum zu erwähnende Regentropfen und der Wind wehte uns an exponierten Stellen ziemlich um die Ohren. Den Abstieg bewältigen wird problemlos und bald einmal hörten wir die Alphornklänge von der Madrisa her. Kurz nach 14:00 Uhr erreichten wir wieder die Bergstation der Gondelbahn. Es schien, als hätte Petus genau gewartet bis wir zurück waren denn jetzt setzte der Regen ein und innerhalb einer halben Stunde steckten wir in der Wolken, so dass die Sicht keine 50m mehr betrug. Die kümmerte uns glücklicherweise nicht mehr allzu sehr, sassen wir doch in der Gondel und fuhren talwärts. Das Rückreise-Programm war wie das Programm am Morgen, bloss in umgekehrter Reihenfolge. Zurück im Lagerhaus genossen wir eine warme Dusche und gönnten unseren Wanderwädli etwas Erholung von den je 700m Auf- und Abstieg. Als dann das Nachtessen angesagt war verköstigten wir uns mit einem feinen Hackbraten mit Kartoffelstock und Erbsli. Nach Essen war der Einsatz der Ämtligruppen gefragt, bevor sich dann alle Lagerteilnehmer auf spielerische Art gegenseitig vorstellten. Den heutigen Tag haben wir wettermässig mit der Wanderung sicher optimal ausgereizt. Hoffentlich war es nicht schon die letzte in diesem Lager!...

Bericht und Fotos: Christoph von Däniken