Bericht
Dienstag 19.07.2011, Zügeschlucht Filisur - Monstein
Aufgrund der tiefen Temperaturen auf 2500m Höhe und dem unklaren Wetterverlauf entschieden wir uns bereits gestern Abend für eine Wanderung in tieferer Lage. Um 8:32 Uhr verliess unser Zug Davos mit dem Ziel Filisur. Der Himmel war grösstenteils blau und die Sonne schien, so wie wir es uns eigentlich immer wünschten. Beim Bahnhof Filisur startete unsere Wanderung durch die Zügenschlucht. Auf der linken Flussseit, der Landwasser entlang führte der Weg stetig aber gemütlich aufwärts. Nach einer Stunde erreichten wir das Wiesenviadukt, mit 88m das höchste Bauwerk der Rhätischen Bahn. Unser Weg führte genau über dieses Brücken-Viadukt, so dass wir auch einen eindrücklichen Blick in die Tiefe der Schlucht bekamen. Mit der Überquerung wechselten wir auch die Flussseite und gelangten bald auf die alte Zügenstrasse. Unterwegs beim „Bärentritt“ gab es einen eindrücklichen Tiefblick in die schäumenden Wasserfälle. Die Schlucht ist wirklich interessant. Kurz vor dem Schmelzboden machten wir eine ausgiebige Mittagsrast und verweilten am Ort. In dieser Gegend gab es in früherer Zeit eine Bergbausiedlung wo Erz abgebaut und geschmolzen wurde. Wir setzten unsere Wanderung fort und entschieden uns, noch einen Bergpreis einzubauen. So nahmen wir den 300m Aufstieg zum Dorf Monstein unter die Füsse, um dort einen Getränkehalt zu machen. Gemütlich gönnten wir uns auf der Gartenterrasse ein Getränk. Gleich nebenan befand sich Europas höchstgelegene Brauerei. Wir vergassen fast die Zeit, so dass wir den Abstieg downhillmässig in der halben Zeit bewältigen und im Tal den Zug pünktlich erreichten. Um 16:30 Uhr waren wir wieder zurück in Davos. Noch ein kurzer, uns bereits bestens vertrauter Rückweg und wir waren wieder zurück im Lagerhaus. Die ersten scheuen Regentropfen kündeten den erwarteten Wetterwechsel an. Den kulinarischen Tagesabschluss bildete ein Rindsvoressen mit Polenta. Das spätere Dessert, ein Glace Cornet, verpassten die meisten, weil ihnen heute Ausgang gewährt wurde.
Bericht und Fotos: Christoph von Däniken



