Bericht

Freitag 18.07.2003, Punta di Larescia (2194 m)

Kein Wölkchen war am Himmel und die Berge waren zum greifen nah. Wir als mittlerweile notorische Frühaufsteher (…) krochen einmal mehr um 6:00 Uhr aus den Schlafsäcken. Eine Extrafahrt mit dem Bus brachte uns zuerst nach Camperio (Richtung Lukmanier) was einigen zusätzliche 20 Minuten Schlaf bescherte. Dann stand uns die letzte Tour dieses Lagers bevor. Das Ziel war der Punta di Larescia (2194 m) mit anschliessendem Übergang zum Passo Bareta und Abstieg nach Acquacalda. Bereits im Aufstieg konnten wir das tolle Panorama geniessen und einen Blick auf die Wanderziele dieser Woche werfen, die wir nur teilweise gesehen haben. Von Gorda aus wollten wir eigentlich direkt auf den Punta di Larescia aufsteigen. Doch Mangels beschildertem Weg mussten wir den Berg umwandern, so dass wir den Passo Bareta von Süden her erreichten. Um 13:15 Uhr erreichten wir die Passhöhe und somit den höchsten Punkt. Alle haben es geschafft und einige waren auch noch geschafft. Wir gönnten uns eine ausgiebige Mittagsrast und liessen die Sonne auf uns wirken, so dass eine gesunde Farbe auf eine angenehme und erholsame Lagerwoche schliessen lässt. Es stand uns nun noch der Abstieg bevor nach Pian Segno, eine Alp unterhalb von Acquacalda. Mit jedem abgestiegenen Meter stieg die Lufttemperatur und wir schätzten den Schatten der Bäume und Sträucher. Mit dem erreichen der Lukmanierstrasse war das (heutige) Wanderpensum erreicht. Unsere Lagershuttels (PW's und Kleinbus) nahmen uns dort in Empfang und fuhren uns ins Lager zurück. Ein Bad im Brenno bildete bei einigen der erste Schritt des Regenerationprogrammes.

Eine typische Tessinerpolenta mit Geschnetzeltem zum Nachtessen hat einmal mehr dazu beigetragen, dass wieder Leben in die müden Wanderer kam.
Nach dem Essen galt es, die Schlafräume wieder in den ursprünglichen Zustand zurück zu versetzen und die ersten Sachen wieder zu packen.

Am Abend war dann das traditionelle Lagertoto angesagt. In elf originellen Disziplinen (z.B. Singen mit spanischen Nüssen im Mund) wurden Wettkämpfe ausgetragen und es galt, den richtigen Tipp auf den Sieger abzugeben. Eine Pause diente dazu, den Lagerleiter Urs Sidler für sein 10. Lagerleiterjahr zu ehren und natürlich für die nächsten Jahre gleich weiter zu verpflichten. Dem Geehrten einen gute Flasche Grappa, für die Lagerteilnehmer ein Dessert. Der letzte Lagerabend nahm (in den Morgenstunden) sein Ende.

Bericht und Fotos: Christoph von Däniken