Bericht
Samstag 12.07.2003, Passo Colombe (2381m)
Unsere Blicke schweiften zuerst dreimal über die Kirche von Wassen,
dann mehrmals auf die Blechkolonne welche sich im Schneckentempo zum Nordportal des
Gotthardtunnels kämpfte.
Was kümmerte uns dies, die Bahn brachte uns nämlich pünktlich nach Airolo.
In fast halsbrecherischer Manier musste Urs dort das Postauto aufhalten welches uns vor
der Nase wegfahren wollte.
Nach kurzer Fahrt erreichten wir Piotta, von da an ging es wörtlich bergauf mit uns.
Die ersten 700 Höhenmeter trieb uns noch keine Schweissperlen auf die Stirne,
brachte uns doch die Ritombahn zum gleichnamigen See.
Von nun an konnten wir die Wandertüchtigkeit unter Beweis stellen.
Zuerst folgten wir gemächlich dem Weg am Ritomsee entlang,
dann folgte ein kurzer Aufstieg zum Lago Cadagno.
Der Ort lud hier förmlich zur Mittagsrast ein, so dass wir uns am Ufer nieder liessen.
Natürlich reizte auch der See zu einem (mehr oder weniger freiwilligen) Bad.
Nach der Stärkung führte uns der Weg weiter Richtung Passo Colombe (2381m),
welchen wir nach 1 ½ Stunden erreichten. Der Bergpreis war geschafft.
Vereinzelte Wolken und ein leichtes Lüftchen machten die Wanderung sehr angenehm.
Landschaftlich befanden wir uns in einer wunderbaren Gegend.
Noch einmal plünderten wir auf dem Pass die Rucksäcke und genossen die Ausblicke
in die Bergwelt. Von nun an ging es wieder bergab,
die zuvor gewonnene Höhe musste wieder "vernichtet" werden.
Unser Ziel war Acquacalda, ein kleiner Ort an der Lukmanierstrasse.
Doch Aufgrund der uns noch zur Verfügung stehenden Zeit mussten wir unser Ziel
leicht anpassen und eine Bushaltestelle früher ansteuern.
Knapp aber noch rechzeitig erreichten wir den Bus !...
In Acquarossa angekommen nahmen wir das Lagergelände in Beschlag und richteten uns
ein für die bevorstehende Lagerwoche.
Den Speisesaal zügelten wir flugs ins Freie und genossen das Saltimbocca mit
Steinpilzrisotto unter freiem Himmel.
Davon haben wir in den beiden letzten Lager nur geträumt !...
Nachdem wir bereits am ersten Lagertag eine 4 ½ stündige Wanderung hinter uns gebracht haben, waren wir nach dem Essen wieder gestärkt. Zum Abschluss des Tages galt es dann noch, dass jeder eine(n) andere(n) LagerteilnehmerIn vorstellte. Die Sanität musste noch die ersten Blasen verarzten und schon neigte sich der erste Lagertag dem Ende entgegen.
Bericht und Fotos: Christoph von Däniken



