Bericht
Mittwoch 16.07.2003, Adula Hütte
Wer früh aufsteht hat mehr vom Tag. Aufgrund der unsicheren Wetterentwicklung gab es bereits um 5:45 Uhr Tagwache, so dass wir mindestens den Vormittag trocken "überstehen". Mit dem Bus fuhren wir nach dem Frühstück Richtung Lukmanier. Die erste (taffere) Gruppe stieg bereits in Dangio aus. Durch das Val Soi erfolgte der Aufstieg zur Adula Hütte, welche bereits nach 3 Stunden erreicht wurde. Die Gegend dort war malerisch schön und der Weg tadellos. Kurz bevor wir die Hütte erreichten kam uns bereits die Sonne entgegen. Wir genossen die Ruhe und Aussicht von der SAC Hütte aus, bevor wir durch das Val di Carassino zum Luzzone Stausee weiter wanderten. Unterwegs machten wir Mittagsrast an einem kleinen See. Die Hartgesottenen gönnten sich bei dieser Gelegenheit noch ein Bad im kalten Fluss. In nur wenigen hundert Meter Entfernung und ohne Wissen voneinander (es gab an diesem Ort für einmal keinen Handy Empfang) rastete die zweite Gruppe. Diese nahm den Aufstieg von Olivone aus unter die Füsse und wanderten auch via Compietto zum Lago di Luzzone. Die Route der zweiten Gruppe war kürzer und es gab weniger Höhendifferenz zu bewältigen. Dafür stiegen Sie vom Stausee noch nach Campo ab. Die zweite Gruppe war noch nicht beim Lago di Luzzone, als plötzlich Donnergrollen hörbar wurde. Erste vereinzelte Wassertropfen fielen auf uns herab. Wir erreichten aber noch rechtzeitig das Restaurant bei der Staumauer, als es kurz darauf waagrecht zu regnen begann. Der Regen, wenn auch nur von kurzer Dauer, ist Segen für das Tessin und uns tat dies nicht weiter weh. Einziger Wermutstropfen war, dass wir erstmals nicht draussen Essen konnten. Dies hatte aber keinen Einfluss darauf, dass die Älplermagronen reissenden Absatz fanden.
Kohlenhydrate gab es zum Nachtessen, Kalorien - in Form von Fruchtsalat - zum Dessert.
Im Lagercinema war am Abend Harry Potter II zu sehen. Daneben ist das Tischtennis-Spiel noch immer der Magnet. Die Energie zum Spielen ist immer vorhanden und endet auch am Abend nicht.
Bericht und Fotos: Christoph von Däniken



