Bericht

Dienstag 15.07.2008, Wanderung Fuorcla Grap Alv (2466m)

Die verschneiten Berggipfel um uns herum strahlen unter blauen Himmel um das hellste Weiss. Unsere Wanderung startete in Preda, wo wir mit der RhB hin gelangten. Schon nach wenigen Minuten beim Einlaufen war höchste Aufmerksamkeit gefordert, galt es doch ein leicht gefrorene! Holzbrücke zu überqueren. Dann machte uns teilweise das Schmelzwasser den Weg streitig, aber wir schritten noch leichtfüssig den Weg hinauf. Schon bald erreichten wir den malerischen Lai da Palpuogna, welchem wir kurz entlang wanderten. Je höher wir stiegen desto näher kamen wir dem Schnee. Bis wir die nächsten Seen – die Crap Alv Laiets – erreichten, waren wir bereits in der Schneezone, in welcher die blühenden Alpenrosen einen Farbakzent setzten. Es schien, als befänden wir uns bereits in Hochalpinem Gelände. Sonnenschutz und Sonnenbrillen waren nun unabdingbar. Bei den Seen machten wir eine etwas längere Pause. Es war nur eine Frage der Zeit, bis eine Schneeballschlacht gestartet wurde. Gestärkt stampften wir die restlichen Höhenmeter bis zum Pass, der Fuorcla Grap Alv, auf 2466m empor. Höhenmässig hatten wir das Ziel erreicht, Zeit für den Mittagslunch. Wir genossen das umliegende Panorama bevor es im Abstieg 400 Meter hinunter ins Val Bever ging. Je tiefer wir kamen, desto üppiger wurde die Bergflora. Selbst Edelweiss säumten unseren Weg. Unten im Tal angekommen folgten wir dem breiten gemütlichen Weg neben dem reissenden Beverin bis nach Bever. Jetzt hatten wir es geschafft, denn das letzte Stück nach Madulain bewältigten wir mit der Bahn. Nebst einer Dusche blieb noch etwas Zeit bis zum Nachtessen. Zeit zum „Chrömle“, Zeit zum Relaxen oder Zeit um Tischtennis zu spielen. Auf der Speisekarte stand heute Abend Hackbraten mit Kartoffelstock und Bohnen. Es hat wie immer sehr geschmeckt. Nach der heutigen Leistung, wir waren rund 5 Stunden unterwegs (reine Wanderzeit), konnten wir uns am Abend wieder zurücklehnen. Wer Lust hatte konnte sich im Lagerkino den CH-Film «Eugen» zu Gemüte führen. Während der Filmpause gab es keine Cornets sondern Schleckspiessli, was natürlich auf Begeisterung stiess. Dass wir heute Sonne tankten konnte man teilweise in den Gesichtern sehen. Lichterlöschen in einzelnen Schlägen war nicht mehr möglich...

Bericht und Fotos: Christoph von Däniken