Bericht

Samstag 12.07.2008, Hinreise

Zur Besammlung beim Schulhaus Hermolingen erschienen alle mit Pelerinen und Regenschirmen. Nachdem gestern noch Badewetter herrschte ist während der Nacht eine Schlechtwetterfront aufgezogen. Das trübte aber in keiner Weise die Freude über den Beginn des Lagers. Nach einem kurzen Marsch zum Bahnhof stand uns eine längere Bahnfahrt bevor. In Chur stiegen wir in die RhB um. Diese brachte uns auf der imposanten Albulastrecke – welche vor wenigen Tagen in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen wurde - nach Spinas. Hätte es hier geregnet wären wir im Zug weiter gefahren. Aber das Wetter sah nach dem Albulatunnel gut aus und der Kondukteur meldete zuvor, dass es im Engadin zwar bewölkt aber trocken sei. Ein feiner Duft von Arvenholz lag in unseren Nasen, als wir uns auf den Weg Richtung Bever machten. Die Wolken wurden nun immer dichter und aus feinen Tropfen wurde Regen. Dem Inn entlang, begleitet durch Donnergrollen, marschierten wir in Regenmontur weiter nach Madulein. Nach insgesamt 2 Stunden Wanderzeit trafen wir im stilvollen Lagerhaus ein. Das Haus ist ziemlich verwinkelt und die Räume befinden sich auf mehreren Etagen. Es galt nun, sich für die bevorstehende Woche einzurichten. Während in den Zimmern Kissen und Betten bezogen wurden rührte die Küchenmannschaft bereits die Kellen für das Nachtessen. Mit feinen „Hörnli mit Gehacktem“ kamen wir in den Genuss der ersten warmen Mahlzeit im Lager. Nachdem auch die ersten Ämtli nach dem Essen verrichtet waren trafen sich alle wieder zu einem Kennenlernspiel. Es ist erfreulich, dass einige neue Teilnehmer hinzugekommen sind, so dass wir nun 50 Teilnehmer (inkl. Leiter und Küchenmannschaft) zählen. Mit einem Fruchtsalat zum Dessert konnten wir uns noch einmal verwöhnen lassen bevor die Nacht über uns einbrach.

Bericht und Fotos: Christoph von Däniken