Bericht

Sonntag 10.07.2016, Stätzerhorn (2575 m)

Um 8 Uhr wanderten wir los bei Sonnenschein und blauem Himmel. Als gestern Abend bekannt gegeben wurde, dass heute Tagwache um 6:30 Uhr war reagierten viele Teilnehmer mit einem freudigen «Yeeh». Ihnen war noch das letzte Lager präsent, als wir oft um 5:00 Uhr aufstanden, um nicht den ganzen Tag in der Hitze schmoren zu müssen bei Temperaturen um die 35°C! Gemütlich wanderten wir heute die westliche Talseite der Lenzerheide hoch Richtung Stätzerhorn. Das wiederum hiess, dass wir den ganzen Tag an der Sonne unterwegs waren. Unser Ziel war schon beim Start der Tour sichtbar, es lag aber noch 900 m über uns. Beobachtet von Murmeltieren stiegen wir Meter für Meter hoch. Viel Weg gab es dabei nicht zu machen, der Aufstieg war einigermassen direkt und in der zweiten Hälfte ziemlich steil. Anfänglich waren die Alpenwiesen noch ziemlich stattgrün und mit den verschiedenen Blumen auch bunt, ehe es dann steinig wurde. Wäre es Winter, wären uns die Skifahrer wohl um die Ohren geflitzt, da wir Mitten im Skigebiet waren und einige Liftseile kreuzten. Die Uhr zeigte 10:50 Uhr als wir oben auf dem Gipfel des 2574m hohen Stätzerhorns standen. Das Panorama welches sich uns bot war toll. Die Weisse Arena in Flims/Laax, die Glarneralpen mit dem Tödi als höchster Berg und auf der anderen Seite die Sulzflue auf der Grenze zu Österreich, um nur ein paar Gipfel zu nennen. Wir genossen den Gipfel eine gute Stunde lang, ein frischer Wind sorgte dafür, dass wir uns wieder abkühlen konnten vom Aufstieg. Der Abstieg folgte auf einem anderen Weg welcher weniger steil war. Immer wieder hörten wir die Lautsprecher aus dem Tal schallen, da dieses Wochenende der Mountain Bike World Cup stattfindet. Aus Schweizer Sicht reüssierte bei der Elite heute im Crosscountry Jolanda Neff mit dem 3. Platz, bei den Herren räumte Nino Schurter die Goldmedaille ab. Gerne wären wir auch mit einem Bike ins Tal gefahren, wir mussten aber mit unseren Wanderschuhen vorliebnehmen. Um 14:30 Uhr waren wir wieder zurück beim Lagerhaus. Die meisten setzten ihr «Sportprogramm» gleich auf der Wiese beim Lagerhaus fort mit Ballspielen. Die Wanderung konnte also nicht allzu streng gewesen sein und wenn doch, dann konnte man sich am Nachmittag wieder erholen und «chillen». «Grillen» war dann zum Nachtessen angesagt. Auf der Feuerstelle vor dem Haus wurde kräftig gefeuert für die Würste die es zum Znacht gab, zusammen mit verschiedenen feinen Salaten. Wir genossen einmal mehr das Nachtessen draussen vor dem Haus. Natürlich ging die Entscheidung an der Fussball EM in Frankreich nicht an uns vorbei. So verwandelte sich am Abend der Speisesaal zu einem EM Stübli und wer Lust hatte, konnte live mit dabei sein, als Portugel die EM in der Verlängerung gewann.

Bericht und Fotos: Christoph von Däniken

Strecke und Profil