Bericht

Samstag 09.07.2016, Brambrüesch - Pradaschier

Kurz vor halb acht setzte sich unser Zug in Bewegung Richtung Olten und Zürich mit dem Ziel Chur. 32 Teilnehmer und Leiter sassen noch etwas verschlafen im Zugabteil, während das Küchenteam und die beiden Gepäcktransporter mit dem Auto die Reise nach Lenzerheide antraten. Wie die beiden Bündner Wetterböcke Gian und Giachen prognostizierten, gab es noch partielle Sonnenfinsternisse in Form von Wolken im Bündnerland. Im Wissen, dass es besser wird bestiegen wir in Chur die Luftseilbahn nach Brambrüesch, dem Startpunkt unserer Einlauftour auf knapp 1600 m. Dort oben bot sich zum einen ein Ausblick auf das Churer Rheintal, zum andern war das auch der Start für die Downhill-Biker, welche sich schon fast todesmutig den Abhang hinunterstützten. Wir schauten dem Treiben eine Weile zu, bis wir dann den Weg nach Pradaschier unter die Füsse nahmen. Es war eine interessante und nicht strenge Höhenwanderung. Gemäss dem Wanderwegschild mussten wir mit 2 ¼ Std. rechnen, geschafft haben wir es in etwas mehr als 1 ½ Std. – reine Marschzeit. Der zweite Teil unserer Wanderung führte durch ein einziges Feld voller Alpenrosen, deren Duft unsere Nasen erreichte und der Landschaft einen schönen Farbtupfer gab. Bei den Wegschildern Richtung Pradaschier war immer auch ein Rodel Symbol abgebildet. Die wenigsten glaubten daran, dass dies unser Ziel war, wenn auch einigen den schönen Gedanken oder Wunsch hegten, den Weg ins Tal auf Schienen bewältigen zu können. Die Freude war gross als die Teilnehmer realisierten, dass wir tatsächlich die längste Rodelbahn der Schweiz mit 3100m Länge und über 31 Kurven nahmen, um die 480 Höhenmeter ins Tal zu „vernichten“. Freudige Gesichter rodelten in einer meist rassigen Fahrt nach Churwalden. Von dort brachte uns das Postauto weiter nach Valbella. Unser Lagerhaus war nun nicht mehr weit. Ein kurzer aber heftiger Aufstieg brachte uns bei eitel Sonnenschein in einer guten Viertelstunde zum Lagerhaus Tga da Lai, wo uns das Küchenteam kurz vor 17:00 Uhr mit einem Apéro in Empfang nahm. Es folgte dann der Bezug der Zimmer, wo wohl alle Wünsche der Teilnehmer erfüllt werden konnten. Das Wetter war schön und angenehm warm, so dass wir später das Nachtessen draussen geniessen konnten und je nach Sitzplatz einen wunderbaren Ausblick Richtung Rothorn oder Scalottas hatten. Zur Leibesstärkung servierte uns die Küche Spaghetti mit einer stundenlang gekochten Tomatensauce oder Pestosauce. Nach dem Essen und der Erledigung der Ämtli folgte ein Kennenlernspiel und dann wurde die Spielwiese vor dem Lagerhaus schnell wieder in Beschlag genommen. Der Start in die Lagerwoche war bestimmt gelungen.

Bericht und Fotos: Christoph von Däniken

Strecke und Profil