Bericht
Donnerstag 09.07.2015, Stockhorn
Um 6:40 Uhr verliessen wir das Lagerhaus Richtung Talstation Wiriehornbahn, wo sich die Postautohaltestelle befand. Das Postauto fuhr uns dann nach Oey und von dort aus gelangten wir nach einer 2-minütigen Bahnfahrt nach Erlenbach (680m.ü.M), dem Ausgangsort unserer Wanderung und somit der Einstieg zum Aufstieg. Der Wegweiser beim Bahnhof zeigte bereits zum Ziel: Stockhorn 4 ½ Std. Die Mittelstation der Stockhornbahn erblickten wir 900m über uns. Der Himmel war bedeckt und die Temperatur kühl, was uns zu diesem Zeitpunkt jedoch entgegen kam. Im gleichmässigen Tempo kamen wir immer höher. Um 10:45 Uhr erreichten wir den Hinterstockensee, wo eine stündige Pause vorgesehen war. Die Fischer am See hatten offenbar ein dickeres Fell als wir es hatten, ihnen machte der kühle Wind weniger aus als uns. Selbst in langen Hosen und Windjacken war es für uns bloss ein verharren, so dass wir uns zeitig auf den weiteren Weg machten. Die Bergstation des Stockhorns wurde inzwischen sichtbar, die Wolken klammerten sich aber noch immer dicht an den Gipfel. Via Oberstocken führte uns der Weg weiter in die Höhe bis wir schlussendlich um 12:40 Uhr die Bergstation erreichten. 1400 Meter Aufstieg waren geschafft! Wir deponierten unsere Rucksäcke und nahmen die letzten Meter bis zum Gipfel in Angriff, um das Rundpanorama zu erblicken. Die Wolken wurden aber wieder dichter und Richtung Norden folgte der Blick ins Leere rsp. Weiss. So gingen wir wieder zurück zur Bergstation und assen unseren Lunch auf der Picknick Terasse. Mit der Zeit wurde es immer wärmer und in der Ferne erblickten wir plötzlich die Gipfel von Eiger, Mönch und Jungfrau. Von der Bergstation führt ein Stollen durch den Berg direkt zur Nordwand, wo eine Aussichtsplattform angebracht war. Der Gitterboden mit einem Glaseinsatz gab auch den Blick senkrecht in die Tiefe frei. Nichts für Leute mit Höhenangst, aber es hatte durchaus etwas reizvolles an sich. Jetzt konnten wir auch in diese Richtung den Fernblick geniessen, unsere Mühen des Aufstieges wurden doch noch belohnt. Thun lag uns zu Füssen und das weitere Panorama erläuterte die Tafel bei der Plattform. Die Aussicht vom Stockhorn (2190m) kann absolut weiter empfohlen werden. Wir hatten genug Zeit, das Gipfelfeeling zu geniessen und alle kamen zudem noch in den Genuss einer Gipfelglace. Erwähnenswert ist sicher auch, dass alle Teilnehmer und die komplette Lagercrew den Gipfel erklommen haben. Um den Abstieg musste sich niemand mehr Gedanken machen, um 15:00 Uhr brachte uns die Luftseilbahn ins Tal zurück nach Erlenbach. Weiter ging es mit Bahn und Postauto, bis wir wieder zurück im Lager waren. Unserem Postautochauffeur wurde zum Schluss noch ein Applaus beschert, er chauffierte uns direkt vor das Lagerhaus. Wir waren diese Woche ein paar Mal mit dem Postauto unterwegs und „unser“ Chauffeur hatte uns immer einen tollen Service geboten und uns, wo möglich, mit Tipps unterstützt. Der nächste Fixpunkt im Programm war das Abendessen, bei welchem es Älplermagronen mit Apfelmus gab. Abgerundet wurde der Abend kulinarisch mit einem feinen Schoggimousse. Obwohl heute der Himmel bis am frühen Nachmittag bedeckt war trugen einige einen leichten Sonnenbrand davon. Kühlung auf jede Art war willkommen.
Bericht und Fotos: Christoph von Däniken



