Bericht
Sonntag 05.07.2015, Wiriehorn Rundweg
Im Mondschein schritt ein Tazzelwurm - bestehend aus 37 Personen – den Berg hoch Richtung Wiriehorn. Die Temperatur war um 6:30 Uhr noch angenehm frisch. Nach etwa einer halben Stunde trafen die ersten Sonnenstrahlen von rechts auf uns, während sich auf der linken Seite der Mond langsam hinter dem Horizont schob. Die ersten paar hundert Höhenmeter kamen wir zügig voran, dann machten sich die ersten Blasen an den Füssen bemerkbar. Das waren dann Fälle für den Sanitäter a.i. Urs Steiner. Obwohl Blasen nicht ansteckend sind, gab es immer mehr solche Fälle und der Compeed Vorrat wurde immer geringer. Die „Behandlungstermine“ wurden oft auch gerade dazu genutzt, etwas zu trinken. Viele Teilnehmer nahmen den Ratschlag an, viel Flüssigkeit mitzunehmen. Manch ein Rucksack beinhaltete 3 Liter oder mehr Getränk, was sich natürlich wiederum auf das (Trag-) Gewicht niederschlug. Dafür musste niemand Durst leiden, denn heiss wurde es auch heute. Unsere Wanderung führte im Gegenuhrzeigersinn um das Wiriehorn, ein Rundweg also. Die Bergwiesen standen in voller Blütenpracht und die Alpenrosen waren nicht zu übersehen. Im Aufstieg erblickten wir in den Felsen am Wiriehorn ein Rudel Gämsen. Die kamen natürlich schneller voran als wird. Es war 9:30 Uhr als wir den höchsten Punkt auf 2031 m erreichten. Zeit für eine längere Mittagspause. Die Sandwiches, welche in aller Frühe vom Küchenteam bereitgestellt wurden, waren bald verzerrt. Viele nutzten die Pause auch dazu, sich etwas hinzulegen, denn die meisten schliefen in der ersten Nacht nicht allzu viel. Anschliessend erfolgte der Abstieg. Um ca. 13:30 Uhr erreichten wir die Bergstation vom Sessellift, wo die nächste Attraktion begann. Die restliche Strecke ins Tal erfolgte nämlich mit dem Trotti oder Scooter. Mit Helmen und einer Portion Selbstvertrauen ausgestattet erfolgte die Talfahrt in vier Gruppen. Die letzten 450 Höhenmeter wurden schnell „vernichtet“, allerdings nicht ganz verlustfrei. Drei Personen mit (glücklicherweise nur harmlosen) Schürfungen und ein deponiertes Trotti mit Platten gab es schlusslich zu beklagen. Trotzdem war die Abfahrt natürlichen ein Riesenspass. Bereits um 14:30 Uhr waren wir wieder zurück im Lagerhaus, wo man sich erfrischen und erholen konnte. Wer nicht im Schlag eine Siesta einschob, war bald bei einem der zahlreichen verschiedenen Spielen anzutreffen. Das Nachtessen war auf 18:00 Uhr geplant und beim Anblick des Menüs meinten einige, dass dies doch schon rechter Luxus sei. Wir wurden mit einem Steak mit Safran Risotto verwöhnt, begleitet von einem Tomaten Mozzarellasalat. Die letzten hatten gerade das Essen beendet als ein paar Regentropfen auf uns niederprasselten. Viel Regen gabs nicht, bald schon war der Himmel wieder blau und das grosse „Werwölflen“ fand wieder draussen statt. Als weitere Belohnung für die Leistung von heute gab es später noch für alle Kuchen. Angesichts der frühen Tagwache wurde auch die Nachtruhe überall um eine Stunde vorverschoben.
Bericht und Fotos: Christoph von Däniken



