Bericht

Donnerstag 23.07.2009, Cholerenschlucht

Fenster und Türen welchen nicht geschlossen waren begannen in der Nacht plötzlich zuzuschlagen. Ein kräftiger Föhn mit Böen stellte sich ein. Unter diesen Voraussetzungen eine Bergtour zu unternehmen war nicht das, was wir uns wünschten. Noch vor der geplanten Tagwache um 6:30 Uhr wurde beschlossen, die Tagewache eine Stunde nach hinten zu verschieben weil unter diesen Umständen eine Gipfeltour nicht in Frage kam. Mit angeschnallten Rucksäcken verliessen wir dann um 9:15 Uhr die Unterkunft Richtung Frutigen. Die Bäume und Büsche standen noch immer schief im Wind rsp. im Föhn, welcher die Temperaturen in die Höhe schnellen liess und unsere Kehlen durstig machte. Die Bauern freute den Föhn aber bestimmt, trocknete doch das Heu so im Nu. Für die heutige Wanderung hatten wir zwei Ziele. Das erste Ziel war die Cholerenschlucht und das zweite vor dem Beginn des angekündigten Gewitters wieder zurück im Lagerhaus zu sein. Via Egerschwand erreichten wir vor dem Mittag die bekannte und imposante Cholerenschlucht. Doch welch Enttäuschung machte sich breit. Die Schlucht war wegen Unwetterschäden bis auf weiteres geschlossen! Also mussten wir Wohl oder Übel unverrichteter Dinge weiterziehen. Am nahen Tschentenbach machten wir die Mittagspause. Ein paar Sandwiches, ein Bach und viele Steine, damit wurden alle bereits wieder glücklich. Mit Steinpyramiden schichten und Bachstauen konnten sich Gross und Klein verweilen. Der Regen hielt sich noch immer zurück, bloss ein paar Tropfen fielen zwischendurch auf uns nieder, bevor der Himmel teilweise fast wieder wolkenlos wurde. Der Rückmarsch dauerte nur noch eine knappe Stunde. Den angebrochenen Nachmittag verbrachten wir dann mit einer kleinen Olympiade. Die 6 Ämtligruppen besuchten im und um das Haus sieben verschiedene Posten. Von Dart über Basketballwerfen und von „Bänkle“ bis Kartenhäuser bauen, es galt überall das Beste zu geben. Kurz vor dem Nachtessen um ca. 17:30 Uhr gab der Föhn den Geist endgültig auf und ein Gewitterregen zog über uns hinein. Bei einer feinen Polente mit Voressen kümmerte uns das Wetter beim Nachtessen aber kaum noch. Etwas später folgte die Rangverkündigung der nachmittäglichen Olympiade. Den „Wettkampf“ für sich entschieden hatte schlussendlich die Ämtligruppe 1 mit Angelika Schmid, Elio Meyer, Disney Curtino, David Stofer, Dominik von Ah und Luca Barmettler. Als „Trostpreis“ für alle gab es anschliessend noch Schoggicreme, was natürlich von allen geschätzt wurde. Wer den weiteren Abend mit Lagerkino verbringen wollte konnte sich den Film «Ice Age 2» zu Gemüte führen, die anderen vergnügten sich mit Spielen oder Lesen.