Bericht

Dienstag 21.07.2009, Rägeboldshore

Heute ging es im wahrsten Sinne des Wortes früher auf die Piste. Kurz nach 8:00 Uhr wanderten wir unter der Leitung von Manu und Simi von der Unterkunft los Richtung Chuenisbärgli. Der Aufstieg dort hinauf war teilweise gesäumt von fast meterhohem Gras und führte direkt der Ski Weltcuppiste entlang. Wir erhielten einen Eindruck, wie steil die Strecke tatsächlich ist. Der Riesenslalom in Adelboden gilt übrigens als das schwerste Skirennen. Auf dem Chuenisbärgli angekommen ging für uns das „Rennen“ rsp. der Aufstieg weiter. Von dort erblickten wir auf der einen Seite die Engstligenalp, auf der anderen Seite das Rägeboldshore am Ende des Luring Tals. Wir waren nicht die einzigen welche in diesem Gebiet unterwegs waren. Oberhalb unseres Weges bei den Felsen erblickten wir ein Gämsrudel, welches mit Leichtigkeit über die Hänge sprang. Auch Murmeltiere erblickten wir vereinzelt, die sich in den fetten Wiesen mit den vielen Blumen gütlich taten. Auf unsere Gesellschaft schienen sie aber nicht gewartet zu haben, zogen sie sich doch jeweils schnell in ihre Höhlen zurück. Das Rägeboldshore rückte immer näher. Doch in Folge der vorgerückten Zeit entschieden wir auf den letzten Aufstieg zu verzichten und die Mittagsrast am Fusse des Hore auf etwas mehr als 2000m einzunehmen. Mit leichteren Rucksäcken führte unser Weg weiter zum Hahnenmoospass. Unser Ziel war aber das Sillerebühl. Auf einem Höhenweg, wo Pflanzeninteressierte voll auf die Koste kommen, erreichten wir nach einer knappen Stunde kurz vor 16:00 Uhr das Sillerebühl. Dass von dort aus eine Bahn ins Tal führte interessierte niemand! Aus dem Abstieg wurde nämlich eine Abfahrt mit Trottinets. Mit 50 Zweirädern fuhren wir die 5 km lange Strecke talwärts zur Station Bergläger, die wir ausnahmslos ohne Zwischenfälle erreichten. Die Abfahrt hat natürlich allen grossen Spass gemacht und war für die Gelenke Balsam. Den Weg von der Talstation Bergläger nach Adelboden nahmen wir dann wieder unter die Füsse und erreichten kurz vor 18:00 Uhr, nach einer 9 ½ - stündigen Tour, wieder unser Lagerhaus. Das sich etwas Müdigkeit breit machte war verständlich. Damit wir möglichst schnell wieder leistungsfähig wurden, dafür hatte die Küche gesorgt mit einem Varianten Spaghetti Znacht (Carbonara, Pesto und Napoli). Weil heute auch Lager Halbzeit war wurde es dringend notwendig, dass die Schlafgemächer einer Aufräumungsaktion unterzogen wurden. Der Preis nach getaner Arbeit war ein feines Tiramisu.

Bericht und Fotos: Christoph von Däniken