Bericht

Donnerstag 22.07.2004, Iffighore (2378 m)

Dichte Wolken verdrängten die Sonne vom Himmel. In der Nacht gab es mehrere, teils heftige Gewitter. Die (schweren) Rucksäcke waren gepackt und die Gruppe bereit, als wir uns nochmals die aktuellen Wetterprognosen anhörten. Die Prognose meldete plötzlich Wärmewitter in den Bergen.
Unter diesen Umständen wäre Zelten auf 2000 m Höhe nicht wirklich toll. Und so mussten wir die Zweitagestour kurzfristig abblasen. Es gab ein kurzes Umpacken, Schlafsack, Zelte, zusätzliche Kleider und Esswaren wurden wieder aus dem Rucksack ausgepackt. Das Iffighore wurde nun zum Tagesziel. Mit unseren eigenen Transportmitteln wurden alle zur Iffigalp chauffiert. Von hier aus ging es zu Fuss weiter unter mittlerweile blauem Himmel. Es folgten gleich die ersten 500m Aufstieg zum Iffigsee. Nach 2 Stunden hatten wird die Höhe erreicht als sich vor uns das Tal öffnete und ein wunderbarer Anblick des Bergsees präsentierte. Auch die Flora war sehr vielfältig. Hier oben scheint die Welt wirklich noch heil zu sein. Am See machten wir Mittagsrast. Die Rastlosen nutzten die Gelegenheit für ein ziemlich kaltes und kurzes Bad im See. Es folgte nun noch der letzte Teil des Aufstieges. Um 15:30 Uhr erreichten wir schlussendlich der Gipfel des Iffighore auf 2378 m Höhe, wo wir mit einem tollen 360° Panoramablick beloht wurden. Vor uns lagen nun rund 1000 m Abstieg. Vorbei an Alpenrosen erreichten wir schlussendlich den Iffigfall. Es gibt bestimmt viele Wasserfälle, aber dieser gehört bestimmt zu den eindruckvolleren (kein Rinnsal, sondern ein richtiger Wasserfall).
Die Gischt des Wasserfalles lud zu einer angenehmen Abkühlung. Doch es war wohl die Ironie des Schicksals, dass wir auf der Suche nach Wasser waren nachdem unsere Trinkflaschen fast alle leer waren. Die Uhr zeigte 18:30 Uhr, als wir einen schönen Platz fanden für das Abendessen. Die Leiter packten die mitgenommenen Kocher aus und bereiteten das Essen darauf zu. Die Älplermagronen schmeckten natürlich unter freien Himmel besonders fein und es wurde ein gemütlicher Abend. Die Sonne verschwand hinter der Bergkette und es wurde etwas frischer, als wir um 21:00 Uhr mit dem Bus abgeholt wurden.

Bericht: Christoph von Däniken / Fotos: Martin Egger und Christoph von Däniken