Bericht

Dienstag 17.07.2007, Chrüzlipass (2347 m)

Ganz nach dem Motto «Morgenstund hat Gold im Mund» starteten wir in zwei Gruppen um 7:45 Uhr mit der Wanderung. Die erste Gruppe hatte den Chrüzlipass im Visier, die zweite Gruppe die kürzere Tour über die Hexenplatten (Alp Caschelè). Weil die Sonne um diese Zeit noch einen relativ tiefen Stand hatte konnten wir im Schatten das Val Strem hochsteigen. Auf beiden Seiten standen einzelne Murmeltiere in sicherer Distanz Spalier. Ab Bauns wurde das Val Strem flacher und unsere Blicke schweiften über die wildromatische Landschaft. Bis zum Chrüzlipass lagen noch 400m Aufstieg vor uns, welche wir im Nu erklommen. Der erste Bergpreis war geschafft. Die zweite Gruppe hatte mittlerweile «umdisponiert» und eiferte in einiger Distanz der ersten Gruppe nach. Vom Chrüzlipass (2347 m) folgte zuerst ein gemächlicher Abstieg zur Etzlihütte, deren Fuss wir um 11:45 Uhr erreichten. Jetzt konnten wir wieder einmal richtig die Füsse strecken und den Lunch genissen. Dann machten sich beide Gruppen zum letzten Aufstieg zu den Mittelpatten (2472 m). Das Wetter hielt sich besser als erwartet und die Sonne schien schon beinahe gnadenlos. Im Aufstieg fühlte man sich in einem Backofen zumal auch kein Wind mehr blies. Die obere Aufstiegshälfte erforderte eine leichte Kletterei und etwas Geschick, was aber von allen souverän gemeistert wurde. Die Freude (oder Erlösung ?) war gross, als wir den höchsten Punkt der Wanderung erreichten. Doch jetzt lagen noch 1100 Höhenmeter Abstieg vor uns. Wir schlängelten uns ins Tal hinunter wohlwissend, dass dies wahrscheinlich ein paar weitere Blasen an den Füssen kostet. Kurz vor 17:00 Uhr erreichten wir dann wieder die Unterkunft, die Königstour und die Teilnehmer waren geschafft. Oder doch nicht ganz? Es dauerte nur wenige Minuten, bis sich einen grössere Gruppen zur «Secklete» beim Tischtennistisch formierte. Nach einer ersten Körper und Geist Belebung gab es dann das Nachtessen. Hackbraten mit Kartoffelstock und Broccoli empfahl uns die Küche, deren Empfehlung wir mit Genuss folgten. Nach dem Essen fand dann die mit Spannung erwartete Rangverkündigung des gestrigen Turniers statt. Als Sieger ging die Mannschaft mit Beat Wigger, Manuela Banz, Joel Zurmühle, Lea Willauer, Cecile Burkart, Maurus Meyer, Raphael Keller und Flurin Wigger hervor. Nebst einem kleinen Preis wird ihnen sicher ein guter Schlaf beschert. Für alle gab es anschliessend noch ein Stracciatella-Mousse Dessert. Grosse Stricke wurden am heutigen Abend keine mehr verrissen.

Bericht und Fotos: Christoph von Däniken