Bericht

Donnerstag 13.07.2017, Piz Mundaun

Um 8:50 Uhr verliessen wir mit dem Postauto Andiast. Zu diesem Zeitpunkt war unser Ziel noch von Wolken verhüllt. Eine Stunde später stiegen wir in Surcuolm aus. Was ein Kaltstart ist, bemerkten einige gleich zu Beginn, führte der Weg doch gleich von Anfang an bergauf. Dank dem gemächlichen Starttempo überstieg die Anzeige den „roten Bereich“ nicht zu stark. Bereits nach einer halben Stunde erreichten wir Cuolm Sura, von da weg gab es wieder gemütlichere Streckenabschnitte. Unser Tagesziel war bereits zum Greifen nahe, aber noch ein paar hundert Meter höher gelegen. Es führt sogar eine Sesselbahn dort hinauf, die alle Stunde kurz in Betrieb ist. Wir nahmen aber die Abzweigung nach links Richtung «Bündner Rigi». Der Weg wurde schmaler, führte nun über Alpweiden zu einer Krete, bis ein schmaler Pfad sich in die Höhe schraubte. Diese Krete schafften wir problemlos. Jetzt galt es nochmals einen grossen Schluck aus der Trinkflasche zu nehmen, bevor wir zum Gipfelsturm ansetzten. Nachdem auch die Kühe den Weg freigaben dauerte es noch knapp 20 Minuten bis wir exakt um 12 Uhr auf dem Gipfel des Piz Mundaun (2064 m) standen. Die Freude über den erreichten Gipfel war aus den Gesichtern zu lesen. Beim nahen Bergbeizli liessen wir uns nieder und verzehrten unseren Lunch. Dort war auch für einmal „chrömle“ erlaubt (das war auch verdient) und als der erste Teilnehmer mit einem Stück Schwarzwälder-Torte auftauchte war klar, dort gibt’s leckere Sachen. Einzelne kleine Wolken huschten an uns vorbei aber die Mittagssonne trocknete unsere verschwitzen T-Shirts und Hemden. Bereits kurz vor 13 Uhr wanderten wir weiter, gemütlich aber stetig. Der Bergrücken, auf welchem wir uns befanden, hatte noch zwei weitere Gipfel mit kleinen Abstiegen dazwischen. Das Ziel war aber in Sicht und hiess «Stein». Das Spezielle daran ist, dass von dort aus bereits um 14:30 Uhr die letzte Sesselbahn talwärts fährt. Die wollten wir doch nicht verpassen, hiess doch die Alternative dazu Abstieg zu Fuss. Wir schafften es. Es blieb auch noch genug Zeit, das wunderbare Bergpanorama zu geniessen, waren doch inzwischen die meisten Gipfel wolkenlos zu erblicken. Die Sesselbahn fuhr uns ziemlich langsam talwärts, das kümmerte aber niemanden. Die ersten 400 Meter Abstieg waren so leicht geschafft. Beim Bergrestaurant «Wali», gleich neben der Talstation, war dann eine weitere, etwas längere Pause angesagt. Zur Freude aller Teilnehmer bekamen alle eine feine Glace spendiert. Der zweite Grund zur Freude war, dass dort für jeden ein Trottinett bereitstand! So schafften wir auch die nächste 4.8 km lange Strecke mit 450 Höhenmetern hinunter nach Meierhof locker und mit grossem Spass. Der Rest ist dann schnell erzählt. Das Postauto brachte uns wieder zurück nach Andiast. Während sich anschliessend die doch etwas riechenden Bergwanderer unter der Dusche erfrischten bereitete die Küche für uns ein «Hörnli mit Gehacktem» zu. Es war einen tolle Leistung mit 1100 Meter Aufstieg und ein super Tag.

Bericht und Fotos: Christoph von Däniken

Strecke und Profil