Bericht
Samstag 08.07.2017, Rheinschlucht
Das Lauschen auf die Bahnhofdurchsage und das Umsteigen an den Bahnhöfen erübrigte sich heute. Für einmal brachte uns der Car ans Ziel, oder mindestens in die Nähe. Nach einer zweistündigen Fahrt erreichten wir Flims, wo wir ausstiegen. Der Car fuhr dann ohne uns aber mit dem Gepäck weiter nach Andiast. Beim Sportzentrum Flims stand den Lagerteilnehmern ein sportlicher Einstieg in die Lagerwoche bevor. Nein, es war nicht der Hochseilpark, auch wenn sich einige dies durchaus gewünscht hätten. Unser Ziel war die Rheinschlucht. Zu Fuss marschierten wir bei prächtigem Sonnenschein durch den Wald, vorbei am türkisblauen Caumasee. Nach einer guten Stunde erreichten wir die spektakuläre Aussichtsplattform Il Spir in Conn. Uns eröffnete sich dort ein toller Blick in die «Ruinaulta» zu der Stelle, wo sich der Rhein durch die Felsen schlängelt. Nun wussten wir, welcher Abstieg uns noch bevorstand. Diesen meisterten wir natürlich problemlos und bald standen wir unten am Fluss und bewunderten die Gesteinserosionen von unten. Am Fluss hatten wir auch reichlich Zeit für eine gemütliche Mittagspause. Das Rheinufer bot für alle etwas und wenige blieben komplett trocken. Entweder war es das erfrischende Nass vom Rhein oder dann der Schweiss welcher bei „düppigem“ Wetter die Stirn hinunter ran. Bis zur RhB Station Versam war es nicht mehr weit. Unerwartet aber willkommen war dort die Glace, welche alle spendiert bekamen. Den oberen Teil der Rheinschlucht betrachteten wir dann aus dem Zug, welcher uns nach Ilanz brachte. Nun mussten wir doch noch an einem Bahnhof umsteigen. Uns erwartete dort das Postauto, welches uns auf der Bergstrecke nach Andiast brachte. Die Kirchturmuhr schlug 16 Uhr, als wir das Ziel erreicht hatten. Vor dem Lagergebäude stand unser Gepäck, welches noch 4 Stockwerke hinuntergetragen werden musste. Schnell waren die Schläge bezogen und kurz darauf wurde drinnen fleissig Pingpong oder draussen Fussball gespielt. Die heutige Einlauftour konnte also nicht so streng gewesen sein. Um 18:30 Uhr trafen sich wieder alle zum Nachtessen. Während man beim Salat noch zögerlich schöpfte langte man bei den Spaghetti umso fester zu. Davon gab es keine Resten mehr. Draussen windete es schon seit einiger Zeit und nun setzte auch Regen ein, der mit Blitzen untermalt wurde. Nach dem Essen widmeten sich diejenigen, welche noch keinen Ämtlijob hatten dem „Werwölflen„, während in der Küche fleissig abgewaschen oder die Duschen gereinigt wurden. Dies gehört eben auch dazu. Um 20:30 Uhr war dann der nächste Fixpunkt für alle. In der lagereigenen Turnhalle(!) lernten sich die Lagerteilnehmer bei verschiedenen Spielen besser kennen. Wir haben eine tolle Lagergruppe zusammen!
Bericht und Fotos: Christoph von Däniken



