Bericht

Sonntag 07.07.2013, Gasteretal - Sunnbüel

Bereits um 6:30 Uhr war es mit dem Schlaf vorbei. Der Himmel war stahlblau, so starteten die Meisten die Wanderung im T-Shirt und kurzen Hosen. Allerdings sorgte eine frische Bise anfänglich noch für etwas Hühnerhaut. Bei der Talstation Eggeschwand ignorierten wir die Gondel der Luftseilbahn Sunnbüel, weil wir den Weg Richtung Gasterental einschlugen. Eindrücklich sind bereits der Weg und die schmale Strasse, welche anfänglich in den Fels gehauen sind weil die Schlucht derart eng und steil ist. Nach einer knappen Stunde erreichten wir die Ebene des Gasteretals, die landschaftlich sehr schön ist. Unser Aufstieg führt aber weiter. Der abenteuerliche Weg wurde immer steiler und war stellenweise mit Seilen ausgestattet wo man sich halten konnte. Gefährlich war es jedoch nicht, auch wenn Vorsicht und Respekt angebracht waren weil wir uns am Rand einer Schlucht befanden. Als die Schlucht wieder flacher und breiter wurde legten wir eine kurze Pause ein und liessen den Bach vor uns vorbei plätschern. Ein letztes Wegstück lag noch vor uns bis zu den Arvenseeli auf 1900m. Dort angekommen liessen wir uns am Ufer eines kleinen lauschigen Bergseelis nieder. Zeit für das Mittagessen und für eine längere Pause. Obwohl das Wasser im Seeli bloss ca. 12°C "warm" war liessen es sich die Jüngeren nicht nehmen, ein mehr oder weniger kurzes Bad zu geniessen. Gestärkt, erfrischt und ausgeruht setzten wir unsere Wanderung nach dem Mittag fort. Vom Sunnbüel erfolgte ein 800 Meter langer und ziemlich direkter Abstieg, welcher Beine und Füsse nochmals forderten. Etwas müde und einige mit etwas Sonnenbrand erreichten wir um 16:30 Uhr wieder unser Lagerhaus. Die Dusche im Anschluss war eine verdiente Wohltat. Als sich ein feiner Duft von der Küche her ausbreitet war dies das Zeichen dafür, dass das Abendessen bevor stand. Unsere verbrauchten Kalorien kompensierten wir heute bei einem Curry Reis und etwas später wurden wir noch mit einer Schogglicreme verwöhnt. So schön kann ein Lagertag sein.

Bericht und Fotos: Christoph von Däniken